Montag, 8. Oktober 2018

DEN Unterschied für einen Menschen machen

Josefine singt mit viel Freude in der Schule und im Chor der evangelischen Kirchengemeinde. Das 13-jährige zierliche Mädchen lebt unter armen Verhältnissen mit Mutter und Geschwistern in einem kleinen 1-Zimmer Häuschen. Letzte Woche habe ich sie dort besucht. Hauptsächlich ist es die Mutter, die die Familie durchbringt. Der Vater versucht mit Gelegenheitsjobs (Fahrradreparaturen)  zum Lebensunterhalt beizutragen. Trotz der schwierigen Lebensumstände ist Josefine ein fröhliches und aufgewecktes Kind. In der Schule ist sie zweitbeste in ihrer Klasse von 59 Schülern. Ihr Lieblingsfach ist Englisch. Josefine wird noch bis Ende 2019 die Grundschule vor Ort besuchen und danach, dank einer Patenschaft von Tandia, auf die weiterführende Schule mit Internatsunterbringung wechseln. Das vorzeitige Ende der Schulzeit hätte für Josefine sicher die Verheiratung und frühe Mutterschaft bedeutet. Wunderbar, dass Josefine weiter in die Schule gehen kann :-)

"Wir freuen uns und hoffen, dass wir durch unsere Patenschaft Josefine den weiteren Schulbesuch  ermöglichen können und sie damit in eine bessere Zukunft blicken kann."                                                                                                                Tandia Paten








Mittwoch, 3. Oktober 2018

Gesundheitsstation Mbuyuni ist fast fertig :-)

Knapp zwei Monate seit unserem letzten Besuch ist der Bau für die Mutter-Kind Gesundheitsversorgung fast fertig gestellt. Bauleiter Maruchu wartete schon ungeduldig darauf, mit dem Dachstuhl weitermachen zu können.

Das Holz kaufen wir dieses mal in Makuyuni ein. Beim letzten Mal mussten wir dafür nach Arusha. Mittlerweile gibt es in Makuyuni einen lokalen "Holzhändler", der Holz aus Iringa verkauft. Das ist schön, denn damit  können wir die Dorfentwicklung fördern.


Der kleine Traktor musste das Holz über 5 km unbefestigte Straße nach Mbuyuni transportieren. Zuvor wurden die Bohlen jedoch nochmals neu ausgerichtet und ins Gleichgewicht gebracht. Sonst hätte es sicherlich nicht geklappt.
Schwindelfreies Arbeiten in Flip Flops ;-)


Bereits am nächsten Tag steht die Hälfte des Dachstuhls. Der alte und erfahrene Bauleiter Maruchu (rote Kappe) scheint zufrieden.


Krankenschwester Jamila WhatsAppt uns regelmäßig den aktuellen Stand. Die offizielle feierliche Eröffnung des Neubaus ist für Mitte November geplant. Diesmal soll rechtzeitig zur Feier eine Tafel mit Widmung fertig sein. 

In Arusha haben wir einen jungen Künstler gefunden, der die Holztafel mit Text und Tandia Logo bemalen wird :-)

Donnerstag, 9. August 2018

Schöner Bericht über unser Sommerfest

Unter dem Titel "Langgönser Verein leistet in Tansania Beitrag für besseres Leben" erschien anlässlich unseres Sommerfestes ein Artikel in den lokalen Zeitungen (Gießen, Butzbach), der hier nochmals nachgelesen werden kann.

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kreis-giessen/langgoens/langgoenser-verein-leistet-in-tansania-beitrag-fuer-besseres-leben_18924452.htm





Dienstag, 17. Juli 2018

Entwicklungshilfe in der Kritik - Handel statt Almosen für Afrika


Tandia e.V. engagiert sich, wenn und weil die Initiative für Projekte von den Menschen vor Ort kommt und die partnerschaftliche Zusammenarbeit keine entwicklungspolitische Phrase ist. Dennoch ist es wichtig, sich mit der Frage von Zweck und Sinnhaftigkeit der Arbeit immer wieder aufs Neue auseinander zu setzen. In einem interessanten Podcast wird das Thema Entwicklungshilfe versus Eigeninitiative und gerechter Welthandel beleuchtet.
"Hilfsprogramme haben die Wirtschaft in vielen afrikanischen Ländern gelähmt. Mancherorts ist jede Eigeninitiative erstickt. In diesem ARD Podcast lässt sich gut hören, wie die Realität vor Ort wie z.B. in Kenia, in Zeiten des Klimawandels aussieht. Kritisiert wird die fehlende Verantwortung seitens der Landesregierung. Dadurch geht jede Art von Eigeninitiative verloren – so äußern sich Bauern direkt und konkret. Alternativen gibt es – so wiederum zeigen es z.B. Modelle der chinesischen Regierung. Wie sinnvoll diese sind, wird allerdings hinterfragt."
Zum Podcast, der noch bis zum 14.10.18 online ist,  geht es HIER

Quelle: Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V.

Freitag, 13. Juli 2018

Afrikanische Klänge und tolles Wetter beim Gartenfest

Wie bereits im letzten Jahr hatte der Vorstand zum Sommerfest nach Langgöns eingeladen. Mitglieder und Interessierte kamen bei herrlichem Sonnenschein und leckerem Essen zusammen, um von den Projekten in Tansania zu erfahren.
Neben den Updates zu unseren Aktivitäten gab es Life Musik von Tim Krombach zu hören (und mitzusingen) und neuen Schmuck der Massai Frauen aus Makuyuni anzuschauen.
Durch eine Förderung durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung kann Ende Juli mit dem Ausbau der kleinen Gesundheitsstation in Mbuyuni begonnen werden.
Wir freuen uns schon sehr darauf, bald mehr von dort berichten zu können 😊







Sonntag, 24. Juni 2018

Tandia e.V. lädt zum Sommerfest ein :-)

Am 7. Juli lädt der Vorstand bei schönem Wetter zum geselligen Austausch nach Langgöns ein. Ab 16:00 Uhr erwartet euch neben Kaffee und Kuchen ein Bericht über unsere aktuellen Projekte und Aktivitäten in Tansania. Auch Massia Perlenschmuck und einige andere Kunstgegenstände haben wir wieder aus Afrika mitgebracht.
Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Nachmittag :-)

Interessierte Nicht-Mitglieder sind ebenfalls herzlich willkommen!

7. Juli 2018 ab 16:00
Eichenring 9
35428 Langgöns

KARIBU SANA - HERZLICH WILLKOMMEN!

Dienstag, 10. April 2018

Karibu sana Makuyuni Juu - Willkommen bei den Patenkindern in Makuyuni Juu



Letzte Woche konnten wir drei Tandia Patenkindern einen Besuch abstatten. Die zwei Familien von Baby Juliana und den Schwestern Tumaini und Jennifer leben unter einfachsten Bedingungen, ohne fließendes Wasser und Strom, abseits der Straßen in einer für die Massai typischen Rundhüttensiedlung (Boma).Tumaini und Jennifer haben gerade Schulferien, und wir haben Glück sie heute  anzutreffen. Die Mutter holt sie für uns von der Feldarbeit nach Hause. Während wir warten freut sich die Großmutter über unseren Besuch und die Gelegenheit Neuigkeiten auszutauschen. Die alte Frau kam mit Feuerholz auf dem Kopf in die Boma und ich erfuhr, dass sie fast erblindet ist. Tumaini und Jennifer dürfen in die Schule gehen und entgehen damit einer frühen Verheiratung und Mutterschaft.
Von dort ging es mit dem Motorad weiter zur nächsten Boma, wo die kleine Juliana mit ihrer Familie lebt. Der Vater arbeitet seit einiger Zeit weit entfernt, in Mwanza, um dort als Wachmann ein Zubrot zu verdienen. Juliana hat sich derweil prächtig entwickelt und ist ein richtiger Wonneproppen. Die Familie ist sehr sehr dankbar für die Unterstützung. Mit großem Interesse wurden Fotos von Marleen und den Paten in Deutschland auf dem Handy betrachtet :-) Zum Abschluss statten wir noch den Bead by Bead Frauen einen Besuch ab und kaufen Schmuck ein, der beim diesjährigen Tandia Sommerfest wieder ausliegen wird.