Samstag, 8. Dezember 2018

'Epidemic Outbreak Control Training' hat erfolgreich stattgefunden :-)


Tandia hat zusammen mit der Gesundheitsbehörde in Monduli wieder ein Seuchenvorsorge Training durchgeführt und 50 Gesundheitsmitarbeiter zwei Tage lang zu Infektionsprävention und Hygiene geschult.
Im Distrikt Monduli kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Cholera und Milzbrand und die aktuelle Ebola-Epidemie, der im Nachbarland, der Demokratischen Republik Kongo bereits 268 Menschen zum Opfer fielen, ist natürlich auch in Tansania ein Thema. Landesweit sind alle Regionen von der tansanischen Regierung angehalten, ihre Gesundheitsmitarbeiter speziell zum Thema Ebola fortzubilden.
Basisgesundheitseinrichtungen stehen im Falle einer Epidemie in vorderster Linie, denn dort suchen Erkrankte in der Regel zuerst Hilfe. Damit eine Epidemie rechtzeitig erkannt, eingedämmt und Menschenleben gerettet werden können, müssen genau diese Einrichtungen in ihrer Resilienz gestärkt werden. 

Einen ausführlichen Bericht findet ihr in den Downloads.








Das Trainer Team wurde vonseiten der Gesundheitsbehörde durch die Mediziner Dr. Nkika und Dr. Godfrey und Jubilate Temu vertreten. Von Tandia haben Regina und Marie Meißner ihre Expertise im Bereich Seuchenvorsorge und Infektionskrankheiten eingebracht.








15 November 2018 - Feierliche Eröffnung der Gesundheitsstation in Mbuyuni :-)


Nicht nur in  Mbuyuni reibt man sich verwundert die Augen, auch viele Offizielle können es kaum glauben. Nach nur drei Monaten wurde das neue Gebäude für die Mutter-Kind Gesundheitsstation fertig gestellt. Drei neue große Räume können nun für Schwangere, Mütter und Kinder genutzt werden.  Endlich gibt es ein separates Entbindungszimmer mit Toilette und Waschraum. Von offizieller Seite (DMO Repräsentant Dr Nkika) wurde betont, dass nun mehr Frauen die neue Gesundheitsstation zur Entbindung aufsuchen werden, was zur Reduzierung von Mütter- und Säuglingssterblichkeit beitragen wird. Aufgrund der schlechten Infrastruktur haben bislang die meisten Frauen (53%) ohne professionelle Betreuung zuhause entbunden.
Die alte Gesundheitsstation wurde in Stand gesetzt und bietet nun ein sauberes Umfeld und viel mehr Platz für die Behandlung der  Ambulanzpatienten. Zwei 5000 Liter Wassertanks und ein Regenwassersammel-System sichern die Wasserversorgung der Gesundheitsstation  in einer Region, die fast immer unter extremer Trockenheit leidet. Die Gemeinde erwartet in naher Zukunft den Anschluss an die öffentliche Stromversorgung. Wir haben die notwendigen Leitungen gelegt und eine (hoffentlich) vorübergehende Verbindung zum Solarpanel sichergestellt, so dass Entbindungen nicht im Dunkeln stattfinden müssen.
Alle Beteiligten sind stolz und glücklich, das gemeinsame Gesundheitsprojekt  in Mbuyuni erfolgreich und wie geplant abgeschlossen zu haben.

Nurses Jamila and Emanuel, mothers and children, and Nurse Milka are happy about the new rooms




Reproductive Health Coordinator, Regina (Tandia Board Chair), Dr Nkika (DMO Representative), Munja Kiti (Mbuyuni Representative), Julia and Marie (Tandia) - with traditional Maasai clothing


Freitag, 2. November 2018

Haraka - nur noch zwei Wochen bis zur Eröffnung

Erst vor drei Monaten haben wir in Mbuyuni mit dem Bau der Räume für die Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung begonnen und bereits in zwei Wochen, am 15. November, wird die offizielle Eröffnungsfeier stattfinden. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu tun. Im neuen Entbindungszimmer und Bad fehlen z.B. noch die Fliesen und im alten Gebäude müssen Zimmerdecken erneuert und Wände noch frisch gestrichen werden. Das vorhandene Solarpanel soll mit dem neuen Gebäude verbunden werden, damit auch dort abends keine Dunkelheit herrscht. Projektmanager Kiboya gibt sein Bestes damit alles rechtzeitig fertig wird.
Vor der Eröffnungsfeier wird der geplante Workshop stattfinden, den wir gemeinsam mit Dr Mmasi und seinem Team vorbereitet haben. 50 Mitarbeiter (Reinigungspersonal - 'Support Staff') von unterschiedlichen Gesundheitseinrichtungen erhalten eine Schulung in Seuchenvorsorge. Zwei Tage lang werden wir uns theoretisch und praktisch mit dem Thema 'Outbreak preparedness - Infection Prevention Control' beschäftigen.


Über das Mbuyuni Projekt wird es natürlich einen ausführlichen Abschlussbericht geben.
Wer eine persönliche Berichterstattung vorzieht, kann sich gerne den
5. Januar 2019 im Kalender schonmal vormerken.
An diesem ersten Samstag im neuen Jahr wird nämlich die nächste Tandia Jahreshauptversammlung stattfinden, zu der wir schon jetzt sehr herzlich einladen!


KARIBU SANA :-)




Neben dem Anbau erscheint das alte Gebäude winzig.

Links das Badezimmer und rechts der Storeroom (für Gasflaschen etc.)


Die Decken im alten Gebäude werden erneuert. Hunderte Fledermäuse hatten sich seit Jahren dort eingenistet und die Decken von innen zerstört.









Montag, 8. Oktober 2018

DEN Unterschied für einen Menschen machen

Josefine singt mit viel Freude in der Schule und im Chor der evangelischen Kirchengemeinde. Das 13-jährige zierliche Mädchen lebt unter armen Verhältnissen mit Mutter und Geschwistern in einem kleinen 1-Zimmer Häuschen. Letzte Woche habe ich sie dort besucht. Hauptsächlich ist es die Mutter, die die Familie durchbringt. Der Vater versucht mit Gelegenheitsjobs (Fahrradreparaturen)  zum Lebensunterhalt beizutragen. Trotz der schwierigen Lebensumstände ist Josefine ein fröhliches und aufgewecktes Kind. In der Schule ist sie zweitbeste in ihrer Klasse von 59 Schülern. Ihr Lieblingsfach ist Englisch. Josefine wird noch bis Ende 2019 die Grundschule vor Ort besuchen und danach, dank einer Patenschaft von Tandia, auf die weiterführende Schule mit Internatsunterbringung wechseln. Das vorzeitige Ende der Schulzeit hätte für Josefine sicher die Verheiratung und frühe Mutterschaft bedeutet. Wunderbar, dass Josefine weiter in die Schule gehen kann :-)

"Wir freuen uns und hoffen, dass wir durch unsere Patenschaft Josefine den weiteren Schulbesuch  ermöglichen können und sie damit in eine bessere Zukunft blicken kann."                                                                                                                Tandia Paten








Mittwoch, 3. Oktober 2018

Gesundheitsstation Mbuyuni ist fast fertig :-)

Knapp zwei Monate seit unserem letzten Besuch ist der Bau für die Mutter-Kind Gesundheitsversorgung fast fertig gestellt. Bauleiter Maruchu wartete schon ungeduldig darauf, mit dem Dachstuhl weitermachen zu können.

Das Holz kaufen wir dieses mal in Makuyuni ein. Beim letzten Mal mussten wir dafür nach Arusha. Mittlerweile gibt es in Makuyuni einen lokalen "Holzhändler", der Holz aus Iringa verkauft. Das ist schön, denn damit  können wir die Dorfentwicklung fördern.


Der kleine Traktor musste das Holz über 5 km unbefestigte Straße nach Mbuyuni transportieren. Zuvor wurden die Bohlen jedoch nochmals neu ausgerichtet und ins Gleichgewicht gebracht. Sonst hätte es sicherlich nicht geklappt.
Schwindelfreies Arbeiten in Flip Flops ;-)


Bereits am nächsten Tag steht die Hälfte des Dachstuhls. Der alte und erfahrene Bauleiter Maruchu (rote Kappe) scheint zufrieden.


Krankenschwester Jamila WhatsAppt uns regelmäßig den aktuellen Stand. Die offizielle feierliche Eröffnung des Neubaus ist für Mitte November geplant. Diesmal soll rechtzeitig zur Feier eine Tafel mit Widmung fertig sein. 

In Arusha haben wir einen jungen Künstler gefunden, der die Holztafel mit Text und Tandia Logo bemalen wird :-)

Donnerstag, 9. August 2018

Schöner Bericht über unser Sommerfest

Unter dem Titel "Langgönser Verein leistet in Tansania Beitrag für besseres Leben" erschien anlässlich unseres Sommerfestes ein Artikel in den lokalen Zeitungen (Gießen, Butzbach), der hier nochmals nachgelesen werden kann.

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kreis-giessen/langgoens/langgoenser-verein-leistet-in-tansania-beitrag-fuer-besseres-leben_18924452.htm





Dienstag, 17. Juli 2018

Entwicklungshilfe in der Kritik - Handel statt Almosen für Afrika


Tandia e.V. engagiert sich, wenn und weil die Initiative für Projekte von den Menschen vor Ort kommt und die partnerschaftliche Zusammenarbeit keine entwicklungspolitische Phrase ist. Dennoch ist es wichtig, sich mit der Frage von Zweck und Sinnhaftigkeit der Arbeit immer wieder aufs Neue auseinander zu setzen. In einem interessanten Podcast wird das Thema Entwicklungshilfe versus Eigeninitiative und gerechter Welthandel beleuchtet.
"Hilfsprogramme haben die Wirtschaft in vielen afrikanischen Ländern gelähmt. Mancherorts ist jede Eigeninitiative erstickt. In diesem ARD Podcast lässt sich gut hören, wie die Realität vor Ort wie z.B. in Kenia, in Zeiten des Klimawandels aussieht. Kritisiert wird die fehlende Verantwortung seitens der Landesregierung. Dadurch geht jede Art von Eigeninitiative verloren – so äußern sich Bauern direkt und konkret. Alternativen gibt es – so wiederum zeigen es z.B. Modelle der chinesischen Regierung. Wie sinnvoll diese sind, wird allerdings hinterfragt."
Zum Podcast, der noch bis zum 14.10.18 online ist,  geht es HIER

Quelle: Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V.