Sonntag, 17. März 2019

Mbuzi Mtoto - Drei Zicklein für Juliana

Während des letzten Aufenthaltes in Tansania Anfang März stand das geplante Brunnenprojekt und die Vorbereitung der Seuchenvorsorge Trainings im Mittelpunkt.

Beim Brunnenprojekt wurde die Zusammenarbeit zwischen Tandia und der Kirche besprochen. So wurde mit dem Kirchenkommittee ein "Memorandum of Understanding"   formuliert, in dem die Verpflichtungen beider Partner festgehalten sind. Dass es bald losgeht, das hoffen Viele hier, denn auch in diesem Jahr leiden Mensch und Tier in der Region unter dem ausbleibendem und wenig Regen.

Mit dem DMO wurden die Seuchenorsorge Trainings besprochen, denn damit für 150 Mitarbeiter die Fortbildungen im Mai erfolgreich stattfinden können, muss noch Vieles organisiert werden.

Als Überraschung kam Mariana mit ihrer Tochter Juliana (erstes Tandia Patenkind) zu Besuch. Vom letzten Geld wurden drei Ziegen gekauft, die nun Juliana gehören, aber natürlich für die ganze Familie von Nutzen sind :-).

Den ausführlichen Projektbericht findet ihr zum nachlesen in der Mediathek.


Patenkind Juliana geht es  POA = super :-)


Für eine Brunnenbohrung muss zuerst bestimmt werden, wo genau die Wasserquelle in der Tiefe sich befindet
























Tandia Mitglied spendet für Brunnenbau in Makuyuni

In den lokalen Zeitungen wurde bereits über die großzügige Spende unseres Vereinsmitglieds Peter Wadakur berichtet.


Peter mit Tandia Schatzmeisterin Justine bei der symbolischen Geldübergabe
https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kreis-giessen/langgoens/700-euro-fur-hilfsprojekt-in-tansania_19967799

Samstag, 19. Januar 2019

Austausch und Informationen bei der Tandia Jahreshauptversammlung in Langgoens :-)

Bereits zum dritten Mal hat unsere Jahreshauptversammlung stattgefunden, zu der 20 Mitglieder und Interessierte am Jahresbeginn in Langgoens zusammen gekommen sind. Mit vielen Bildern und interessanten Hintergrund-informationen wurde durch die Projektarbeit des vergangenen Jahres geführt. Zuvor wurden wichtige vereinsinterne Themen sowie der Finanzbericht besprochen. Mit einem Ausblick auf die für 2019 geplanten Aktivitäten, wie z.B. das neue Brunnenbauprojekt in Makuyuni (5000 Menschen sollen sauberes Wasser bekommen), endete der offizielle Teil der JHV. Die meisten von uns blieben noch eine Weile für den lockeren Austausch in geselliger Runde und kosteten das leckere Gericht aus mitgebrachten tansanischen Bohnen :-). Protokoll und Finanzbericht sind auf unserer Webseite in der Mediathek einsehbar.
DANKE allen Anwesenden für die Unterstützung unserer gemeinsamen erfolgreichen Arbeit in Afrika :-)

Samstag, 8. Dezember 2018

'Epidemic Outbreak Control Training' hat erfolgreich stattgefunden :-)


Tandia hat zusammen mit der Gesundheitsbehörde in Monduli wieder ein Seuchenvorsorge Training durchgeführt und 50 Gesundheitsmitarbeiter zwei Tage lang zu Infektionsprävention und Hygiene geschult.
Im Distrikt Monduli kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Cholera und Milzbrand und die aktuelle Ebola-Epidemie, der im Nachbarland, der Demokratischen Republik Kongo bereits 268 Menschen zum Opfer fielen, ist natürlich auch in Tansania ein Thema. Landesweit sind alle Regionen von der tansanischen Regierung angehalten, ihre Gesundheitsmitarbeiter speziell zum Thema Ebola fortzubilden.
Basisgesundheitseinrichtungen stehen im Falle einer Epidemie in vorderster Linie, denn dort suchen Erkrankte in der Regel zuerst Hilfe. Damit eine Epidemie rechtzeitig erkannt, eingedämmt und Menschenleben gerettet werden können, müssen genau diese Einrichtungen in ihrer Resilienz gestärkt werden. 

Einen ausführlichen Bericht findet ihr in der Mediathek.









Das Trainer Team wurde vonseiten der Gesundheitsbehörde durch die Mediziner Dr. Nkika und Dr. Godfrey und Jubilate Temu vertreten. Von Tandia haben Regina und Marie Meißner ihre Expertise im Bereich Seuchenvorsorge und Infektionskrankheiten eingebracht.








15 November 2018 - Feierliche Eröffnung der Gesundheitsstation in Mbuyuni :-)


Nicht nur in  Mbuyuni reibt man sich verwundert die Augen, auch viele Offizielle können es kaum glauben. Nach nur drei Monaten wurde das neue Gebäude für die Mutter-Kind Gesundheitsstation fertig gestellt. Drei neue große Räume können nun für Schwangere, Mütter und Kinder genutzt werden.  Endlich gibt es ein separates Entbindungszimmer mit Toilette und Waschraum. Von offizieller Seite (DMO Repräsentant Dr Nkika) wurde betont, dass nun mehr Frauen die neue Gesundheitsstation zur Entbindung aufsuchen werden, was zur Reduzierung von Mütter- und Säuglingssterblichkeit beitragen wird. Aufgrund der schlechten Infrastruktur haben bislang die meisten Frauen (53%) ohne professionelle Betreuung zuhause entbunden.
Die alte Gesundheitsstation wurde in Stand gesetzt und bietet nun ein sauberes Umfeld und viel mehr Platz für die Behandlung der  Ambulanzpatienten. Zwei 5000 Liter Wassertanks und ein Regenwassersammel-System sichern die Wasserversorgung der Gesundheitsstation  in einer Region, die fast immer unter extremer Trockenheit leidet. Die Gemeinde erwartet in naher Zukunft den Anschluss an die öffentliche Stromversorgung. Wir haben die notwendigen Leitungen gelegt und eine (hoffentlich) vorübergehende Verbindung zum Solarpanel sichergestellt, so dass Entbindungen nicht im Dunkeln stattfinden müssen.
Alle Beteiligten sind stolz und glücklich, das gemeinsame Gesundheitsprojekt  in Mbuyuni erfolgreich und wie geplant abgeschlossen zu haben.

Nurses Jamila and Emanuel, mothers and children, and Nurse Milka are happy about the new rooms




Reproductive Health Coordinator, Regina (Tandia Board Chair), Dr Nkika (DMO Representative), Munja Kiti (Mbuyuni Representative), Julia and Marie (Tandia) - with traditional Maasai clothing


Freitag, 2. November 2018

Haraka - nur noch zwei Wochen bis zur Eröffnung

Erst vor drei Monaten haben wir in Mbuyuni mit dem Bau der Räume für die Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung begonnen und bereits in zwei Wochen, am 15. November, wird die offizielle Eröffnungsfeier stattfinden. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu tun. Im neuen Entbindungszimmer und Bad fehlen z.B. noch die Fliesen und im alten Gebäude müssen Zimmerdecken erneuert und Wände noch frisch gestrichen werden. Das vorhandene Solarpanel soll mit dem neuen Gebäude verbunden werden, damit auch dort abends keine Dunkelheit herrscht. Projektmanager Kiboya gibt sein Bestes damit alles rechtzeitig fertig wird.
Vor der Eröffnungsfeier wird der geplante Workshop stattfinden, den wir gemeinsam mit Dr Mmasi und seinem Team vorbereitet haben. 50 Mitarbeiter (Reinigungspersonal - 'Support Staff') von unterschiedlichen Gesundheitseinrichtungen erhalten eine Schulung in Seuchenvorsorge. Zwei Tage lang werden wir uns theoretisch und praktisch mit dem Thema 'Outbreak preparedness - Infection Prevention Control' beschäftigen.


Über das Mbuyuni Projekt wird es natürlich einen ausführlichen Abschlussbericht geben.
Wer eine persönliche Berichterstattung vorzieht, kann sich gerne den
5. Januar 2019 im Kalender schonmal vormerken.
An diesem ersten Samstag im neuen Jahr wird nämlich die nächste Tandia Jahreshauptversammlung stattfinden, zu der wir schon jetzt sehr herzlich einladen!


KARIBU SANA :-)




Neben dem Anbau erscheint das alte Gebäude winzig.

Links das Badezimmer und rechts der Storeroom (für Gasflaschen etc.)


Die Decken im alten Gebäude werden erneuert. Hunderte Fledermäuse hatten sich seit Jahren dort eingenistet und die Decken von innen zerstört.









Montag, 8. Oktober 2018

DEN Unterschied für einen Menschen machen

Josefine singt mit viel Freude in der Schule und im Chor der evangelischen Kirchengemeinde. Das 13-jährige zierliche Mädchen lebt unter armen Verhältnissen mit Mutter und Geschwistern in einem kleinen 1-Zimmer Häuschen. Letzte Woche habe ich sie dort besucht. Hauptsächlich ist es die Mutter, die die Familie durchbringt. Der Vater versucht mit Gelegenheitsjobs (Fahrradreparaturen)  zum Lebensunterhalt beizutragen. Trotz der schwierigen Lebensumstände ist Josefine ein fröhliches und aufgewecktes Kind. In der Schule ist sie zweitbeste in ihrer Klasse von 59 Schülern. Ihr Lieblingsfach ist Englisch. Josefine wird noch bis Ende 2019 die Grundschule vor Ort besuchen und danach, dank einer Patenschaft von Tandia, auf die weiterführende Schule mit Internatsunterbringung wechseln. Das vorzeitige Ende der Schulzeit hätte für Josefine sicher die Verheiratung und frühe Mutterschaft bedeutet. Wunderbar, dass Josefine weiter in die Schule gehen kann :-)

"Wir freuen uns und hoffen, dass wir durch unsere Patenschaft Josefine den weiteren Schulbesuch  ermöglichen können und sie damit in eine bessere Zukunft blicken kann."                                                                                                                Tandia Paten